...100 Tankfüllungen bis nach Australien.

So

01

Feb

2009

Unschön, aber wahr

Liebe Leser und Interessierte,

 

wir mussten eine harte, aber wichtige Entscheidung treffen. Das Projekt „Out! Bug Out!“ ist ein großes Ziel von uns beiden, doch leider sind in den letzten Monaten vermehrt Probleme aufgetreten, die eine Realisierung des ursprünglichen Plans in Frage stellen. Wir haben bis zuletzt nach Lösungen gesucht, wie es trotz dieser Schwierigkeiten umzusetzen wäre, aber wir sehen auch in Bezug auf die verbleibende Zeit keine Möglichkeit mehr den Plan nach unseren gesteckten Vorgaben umzusetzen.

 

Wir haben uns überlegt, wie wir diese Entscheidung am besten kommunizieren, da wir ja schon einige Aufmerksamkeit erreicht haben. Wir wollen die Gründe hier offen darlegen, um so Einsichten zu geben, warum dieses Projekt vorerst auf Eis gelegt wird.

 

Zu den Gründen ist vor allem ein Land anzuführen: China. Nach einigen Telefonaten mit der Botschaft und verschiedenen Agenturen stand fest, dass wir alleine für China ein Budget von mindestens 5.000 € aufbringen müssen. Es wäre nicht möglich gewesen, um diesen Kostenfaktor herumzukommen, man hätte den Preis noch etwas drücken können, aber für einen  chinesischen Tourguide (Tagessatz zwischen 35 und 60 €), chinesischen Führerschein (Internationaler nicht gültig), chinesische Autoanmeldung, Sondergenehmigung für die Durchfahrt, Zoll- und Mautgebühren sowie Versicherungen wäre doch schon einiges zusammengekommen. Diese "Chinaproblematik" war uns zwar bekannt, doch wurde der Berg, der zu erledigen war immer größer und die Kosten stiegen, je mehr man in die Tiefe ging.

Auf eigene Faust die komplette China-Durchquerung zu managen wäre auch nicht möglich gewesen, da einige Formalien nur mit den richtigen Kontakten vor Ort möglich sind, diese Kontakte haben aber nur Agenturen, die sich wiederum gut entlohnen lassen.

China zu umfahren wäre nach unserer Einschätzung  aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage nicht verantwortbar gewesen. Ihr könnt euch ja mal die Weltkarte anschauen, Afghanistan, Pakistan (Kashmir), Burma, Länder durch die man nicht unbedingt mit einem roten Käfer fahren sollte, denken wir. Dies ätte natürlich den Abenteuer-Faktor noch weiter erhöht, aber lebensmüde sind wir nicht.

 

Sponsoren und Geber von Tankfüllungen. Bei vielen Menschen sind wir mit der Idee auf offene Ohren gestoßen und eigentlich alle fanden die Idee unterstützenswert und teilweise wurden uns auch feste Zusagen gemacht. Nach mehrmaligen Nachfragen kristallisierte sich jedoch oft heraus, dass eine Zusage nicht mit der tatsächlichen Umsetzung gleichzusetzen ist. Doch ist es schwierig, wenn trotz mehrfachen Nachhakens einfach keine Resultate erzielt werden können.

Unser Plan war es mit der Öffentlichkeit unseres Projektes Sponsoren zu generieren, die von dieser Öffentlichkeit in ihrem Interesse profitieren würden, ein logisches Vorgehen wie wir denken. Die Öffentlichkeit haben wir mit unseren Aktionen erreicht, sonst würdest du das jetzt nicht lesen. Die Homepage läuft mit mittlerweile fast 10.000 Besuchen sehr gut, gerade in den letzten Monaten hatten wir stetige Zuwächse in den Besucherzahlen. 

Damit hatten wir etwas in der Hand, wovon die Sponsoren definitiv profitiert hätten, nur reichte viele gute Idee und ein reeller Gegenwert wohl nicht immer aus. Wir denken das die Wirtschaftskrise auch ihren Teil dazu beigetragen hat.

 

Unsere Maxime war und ist, dass Träume ein Impulsgeber sind und man versuchen sollte Wege zu finden diese Träume dann auch Realität werden zu lassen. Wenn diese Pläne aber durch unvorhergesehene Hindernisse durchkreuzt werden, muss man den Weg zum Ziel neu überdenken. Wir können sagen das wir es versucht haben, aber es unter den jetzigen Bedingungen für uns nicht durchführbar ist, diese Erkenntnis ist nicht leicht und wir müssen sie selber noch „verdauen“.

 

Die bisherigen Spender von Tankfüllungen  und Sponsoren haben wir schon informiert und die Tankfüllungen zurück überwiesen. Zu unserem Erstaunen sind keine negativen Reaktionen gekommen, sondern aufbauende Worte und Respekt dafür, dass wir es versucht haben. Dafür möchten wir uns hier noch einmal ganz herzlich bedanken. Bedanken möchten wir uns auch bei denen die unser Projekt im Web und auch in Printmedien bekannt gemacht haben.

 

Wir werden jetzt weiter überlegen, wie wir dieses Projekt in ferner Zukunft trotzdem noch realisieren können.

 

Hendric & Dirk

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